Freitag, 14. August 2009

Samoa und kurz Mt. Tabour

In Samoa angekommen wussten wir dann aber gleich den aufdringlichen Turistentaxifahrern zu entgehen und wollten die 3 km zur Stadt laufen. Da wir aber müde waren fragten wir dann einfahc bei einer Familie, ob wir bei denen im Fale ( eine Überdachung mit Fußboden) mit schlafen dürfen, was uns erlaubt wurde auch wenn der Opa erst dagegen war, wurden uns dann doch die ganzen Matten hingelegt und die Kinder weggeräumt, was uns erstmal peinlich war. Nach eine schlechten Nacht aufgrund Misstrauen und Mücken, erfuhren wir dann, dass der Airport eher so 30 km von der Hauptstadt gewesen ist und wir dann einen guten Marsch vor uns hatten und es auch so lustig für die Taxifahrer geklungen haben muss, als wir sagten, wir laufen zur Stadt :-D.
Naja wir sind dann mit dem Bus nach Apia der Hauptstadt auf der Hauptinsel Upullu gefahren.
Dort haben wir erstmaluns orientiert und Essen eingekauft, dannach haben wir dann sofort das Weite gesucht, indem wir den Bus zur Fähre, die uns zur Nachbarinsel Savaii brachte. Die Fähre war eher klein und hatte auch nicht wirklich Seitenwände, so dass es in den 3 Meter Schwellwellen schon teilweise nass wurde. Aber von der Fähre hatte man einen super Auslick auf die andere Insel, wo man Blowholes (Löcher in den Felsen, wo das Wasser mit bis zu 60m in die Luft rausspritzt) Auf der anderen Insel angekommen sind wir erstmal um den Taxis zu entgehen, losgestapft, aber glücklicherweise fuhr schon nach 300m einen Bus vorbei, auf den wir aufspringen konnten. Dieser fuhr erstmal an einem Marktplatz vorbei, wo der Bus ca. 15 minuten stand und Leuet rausgingen und was einkauften und wiederkamen. Wir taten dann dasselbe (schon lustig so aus einem wartenden Bus rauszugehen um was einzukaufen und zu wissen, dass der Bus auf dich wartet.) Dannach sind wir weiter mit dem Bus und an der Straße zu dem nächsten Strand der Karte nach ausgestiegen. Auf dem Feldweg fragten wir dann auch welche, wie der Strand ist und die Antwort war dann auch:”Yes, yes very sandy”, an dem ersten Teil an dem wir vorbeikamen war dann ca. 2 m Sand mit viel Lavagesteindrinnen verstreut. Das hatten wir uns nicht als sehr sandig vorgestellt. Später haben wir dann noch am Ende der halb durch den Busch führte einen ca. 50M langen auch ca 15m breiten Sandstand gefunden, der aber zu einem Hotel gehörte, an dem wir nicht zelten durften. Also wieder die 2km in absoluter Schwühle zurück, wöhrend des Weges wollten wir uns erst in ein kleines Fale, dass am Straßenrand stand. Leider hielt dann auf dem abgelegenen Weg ein Taxi und wollte uns helfen, was dazu führte, dass er bei den vermeitlichen Besitzern anrief und fann sagte es würde 30 Tala pro Person kosten dort zu schlafen. Was wir dann ablehnten, als es nicht doll runterhandeln konnten. Auf dem Weg haben wir dan noch eine sehr arm aussehende Familie gefragt, ob wir auf zwei kleinen ca. 3X2m Rasenflächen direkt an der Straße unsere Zelte aufschlagen können. Die Mutter fing allerdings eher ziemlich schreiend wie ein Ziege klingend zu sagen:” 20 Tala each, 20 Tala each”, und als wir sagten, wir brauchen doch gar nichts sagte sie:”15 Tala each, 15 Tala each”. (Für 15 Tala kann man für 3 Personen übergemaß auf dme Markt essen oder für 4 Personen über die Virtel-Insel im Bus kommen.) So sind wir wieder weitergelaufen und haben an der Hauptstraße gefragt, ob wir in deren Garten zelten können, was endlich auch mal zugesagt wurde ohne Geld zu verlangen. Die Leute waren zwar etwas komisch und dort haben wir auch den ersten und einzigen Menschen mit einer Behinderung im Urlaub gesehen, aber generell waren sie doch nett und haben uns die Dusche angeboten und Tee. Dafür fragten sie am nächsten Tag nach etwas Geld für den Aufwand, da waren wir ein bisschen gepisst und das ist auch etwas Zeichengebendes für viele von Samoas Bewohnern. Später sind wir dann mit dem Bus zueinem tollen Wasserfäll gefahren, den wir glücklicherweise auch für uns allein hatten. Endlich auch mal wieder ein Süßwasserbad zu haben war auch gut. Außerdem war das Becken und der Wasserfall auch sehr schön zum Schwimmen. Als wir gingen kam dann auch ein Gruppe von ca 50 Amerikanern, was dann bestimmt nicht mehr toll war den Wasserfall zu genießen. Wir fragten uns auch, wieviel Geld die durch Turisten dort am Tag auch machen, da jeder 5 Tala zahlt. Den Bus nahmen wir dann zum anderen Ende der Insel und bezahlten 7 Tala pro Person. Dort wanderten wir dann erstmal so 5 km bis zu einer Unterkunft, die so Baumhäuser sein sollten, letztendlich war es nur eine coole Plattform auf einem sehr hohen Baum. Diese haben wir uns auch angeguckt und haben dann versucht zu verhandel, da die Besitzer sagten, dass wir wohl nicht da oben schlafen könnten, da es regnen wird und die Plattform nicht überdacht ist. Da sie nicht bereit waren uns Rabatt dafür zu geben, wenn wir nicht auf dem Baum schlafen können, gingen wir weiter und trampten dann für 20 Tala nur ca. 3 km mit jemanden mit.( Auch wieder ein krassen Unterschied zu Tonga, wo die Leute immer für uns Umwege gefahren sind ohne nach etwas zu verlangen.)
Der ließ uns auch nicht dort am Weg zum Strand raus, sondern an der Steinbucht ziemlich dumm. Am Strand hatten wir eine ganz gute Zeit und auch schnorcheln war ganz gut mal wieder. Am Strand hatten wir dann morgends leider sehr starken Regen, der aber glücklicherweise so um 9 aufklarte. Zurück zu Straße und da brannte die Sonne dann auch schon wieder, glücklicherweise kam nach nur 1,5 km laufen schon wider der einzige Bus am Tag, der über die abgeschiedene Halbinsel dort einmal am Tag fährt. Der Bus brachte uns dann von der -halbinsel nach Asau. Dort hingen wir dann erstmal fest, da nur einmal am Tag von dort ein Bus weiter nach osten über die Nordseite der Insel fährt und der fährt morgends um 6. XD :( Wir haben darufhin angefangen alle leute die dort vorbeifuhren nach Osten und alle die an der Tanke hielten zu fragen, ob sie uns mit nach Manase ein Ort an der Nordostküste von Savaii mitnehmen können. Die einzigen Angebote die wir bekamen waren dann so mit 300 bis 350 Tala versehen. Nach einerthalb Stunden führ dann glücklicherweise ein Laster vorbei, der uns für nichts mit nach Manase auf der Ladefläche des Lasters mitnahm. So waren wir es ja auch aus Tonga gewohnt. In Manase hat Marc dann bei einem Motel gefragt, wie teuer es für eine Nacht wäre, da es am Ende der Fahrt total wieder angefangen hat zu schütten. Er kam jedenfalls erfreut wieder und meinte 17 Tala pP. obwohl er nochmal nachgefragt hatte. Naja als sich rausstellte, dass wir doch 70 zahlen sollten handelten wir es dann noch auf 50 runter und bekamen dafür halt nur die Fales, die nicht direkt am Strand waren. Dort war auch der beste Sandstrand den wir in Samoa bis dahin gesehen haben mit Palmen und turkisem Wasser. Das Abendessen war nicht so super und auch nur ein Teller, so dass wir nach mehr fragten. Nachdem wir die Teller gegessen hatten, erfuhren wir, dass jeder Teller 10 Tala kosten soll. Da verhandelten wir, dass wir dann halt kein Frühstuck kriegen, da wir eh vor dem Frühstück mit dem Bus fahren wollen. Nach dem Essen suchten wir dann noch ein Bar. Wir fanden auch eine und als wir das erste Bier bestellten sprach der Wirt auch gleich Deutsch mit uns, da er ein ausgewanderter Schweizer ist. Jedenfalls hatten wir einen schönen Abend haben uns viel mit dem Schweizer, seiner Frau und noch zwei Australierinnen unterhalten. Er erzählte uns leider, dass wir einen perfekten Postkartenstrand an der Westküste um ca. 5 km verpasst haben. Was soll man machen. Am nächsten morgen um 5:40 aufgestanden und den Bus zurück zur Fähre genommen. Das Busfahren ist schon eine kulturelle Erfahrung, da viele immer bei Wildfremden auf den Schößen sitzen und Jüngere für Ältere aufstehen und alles eng gedrängt steht wenn es voll ist. So stand ich auch dann ne Stunde im Bus. Außerdem sahen wir auch noch eine Sache die der Schweizer uns erzählt hatte. Er sagte nämlich, dass die meisten Samoaner eher faul sind und trotzdem das Wirtschaftswunder, das in Deutschland so um 1960 war, haben wollen. Außerdem spenden sie sehr viel Geld an die Kirchen und in den Kirchen gibt es Listen wo draufsteht, wer wieviel gespendet hat, so das es auch ein sozialen Druck hat. Außerdem warnte er uns noch, dass wenn man von einer jungen Frau als 3 oder 4 Satz hört, ob man sie heiraten möchte, dass es kein Scherz ist und das für die Familie nur bedeutet, dass 7-8 Samoaner aufhören können zu arbeiten. Am nächsten Tag sahen wir wohl auch davon gleich ein Beispiel, wo eine junge ganz hübsche Samoanerin total weinte und mit einem alten weißen Sack im Bus wegfuhr. Zurück zur Fähre und zurück nach Apia mit einem Schnellbus. Dort haben wir dann aufm Markt gegessen und dannach einen Bus zur Südostseite von Upullu genommen. Dort habe ich auch von der Jungen Dame die Frage bekommen, ob ich dann eine Freundin haben möchte :-D ^^ und meinte das das halt ne bisschen kurz für nur noch 3 Tage in Samoa ist. In Lalumanu angekommen sagte Marc plötzlich:”Stop, stop! Ich hab meine Mutter gesehen”. So stiegen wir an dem Resort aus und trafen Marcs Eltern wieder, die wir vor dem Abflug aus Neuseeland schon kennengelernt hatten. Letztendlich sind Marc, seine Eltern und ich zu einem Blowhole und einem sehr schönen Krater mit kristallklarem Wasser gefahren, wo wir auch gebadet haben. Micha und Friso haben, während wir am Blowhole waren, beim Schnorcheln eine Schildkröte gesehen. Da waren Marc und ich schon neidisch. Abends wurden wir dann im Resort zum Essen eingeladen, wo wir richtig reingehauen haben :-D. Später haben wir dann noch schön ein Bierchen getrunken und mit anderen Uno gespielt. Am nächsten Tag haben wir dann entschieden es uns noch einen Tag gut gehen zu lassen und haben noch einen Tag im Hotel relaxt, gebadet und geschnorchelt. Abends wieder gut gegessen. Am nächsten morgen sind wir zusammen mit Marcs Eltern mit dem Bus zurück nach Apia. Dort haben wir zusammen mit ihnen auf dem Markt gegessen und sind anschließend zu den Sliding Rocks gefahren. Felsen auf denen man runterrutschen kann, da Moos draufwächst. War auch sehr lustig. Anschließend haben wir uns ein Motel gesucht. Micha, Friso und ich waren abends in einer guten Pizzeria essen, wo die große Pizza wirklich mal groß war und die medium shcon so 30cm und die große eher so 50cm :-D. Aber sehr lecker, dannach suchten wir ncoh ne Kneipe was aber an einem Sonntag bei den Gottestreuen, spendenen Samoanern nicht zu finden war. Am Montag ging unser Flugzeug abends. Ich habe noch einen Spaziergang in Apia gemacht und wir waren noch auf dem Markt. Dann zum Flughafen, wo wir noch rumhangen und Samoa noch ein typisches Abfluggeschenk uns gab, dass man für 40 Tala eine Ausflugsteuer zahlen mussten. Dafür habe ich noch Geld abheben müssen, dass denn eben im Duty-free shop geendet wurde.
In Neuseeland hat Paea uns dann vom Flughafen abgeholt und Ich habe uns anschließend noch nach Cambridge zu Micha gefahren. Am nächsten Tag hatten wir dann Mid-year-Camp in einem Backpacker in der Innenstadt von Tauranga. Das Camp war ganz nett. Am Donnerstag haben wir dort einen Bungyjump und ein Freefall über einer Turbine gemacht. Es war super angsteinflößend, außerdem war ich auch erst noch etwas verkatert.
Am Donnerstag abend waren wir dann noch in Tauranga aus und es war ziemlich viel los, was gut war. Freitag ging es dann zu unseren neuen Projekten. Ich fuhr halt wieder zu meinem Projekt Number 9, Laurelstreet, Mt. Albert, Auckland. Ich nahm Marc mit zurück nach Auckland und er kam auch gleich noch mit zu der Erinnerungsfeier von einem Langjährigen Mitarbeiter, wo ich schonmal vieles noch besser kennenlernte vom Mt. Tabour Trust. Abends waren wir auch gleich noch wieder in Auckland aus.
Alles in allem hatte ich einen super Urlaub und im nachhinein sind die Erfahrungen davon sehr viel Wert und auch die Erkenntnis, dass der perfekte Postkartenstrand eigentlich nur auf Postkarten existiert, da man immer nur einen Ausschnitt sieht.
Nun zu meinem Neuen Projekt. Es ist eine Live-in Situation mit Menschen mit einer Behinderung. Es gibt Michel und Kevin, beide Trisomie 21, daneben noch Luise und Richard. Alle haben auch stärker ausgeprägten Autismus. Trotzdem ist es toll hier so mit den Menschen Paea, Penny und Jacek die andern Supportpeople. Ich mache viele Fahrdienst zum Basketball, Fußball, kochen, tanzen, Kirche und ncoh so dies und das. Teilweise bleiben wir/ ich bei den Aktivitäten, wie bei Basketball, kochen und Fußball. Es ist echt krass was für Menschen bei manchen Aktivitäten sieht, da kann man nur froh sein, dass man mental und körperlich ziemlich fit ist. Sonst lebe Ich halt mit meinen Mitbewohnern hier zusammen und helfe ihnen beim Alltag. Kochen und putzen gehört dabei natürlich auch zur Alltäglichkeit. So jetzt mach ich erstmal wieder Schluss.
Schöne Grüße nach Deutschland genießt den Sommer! Hier wird es jetzt in Auckland glücklicherweise schon Frühling. (erste Blumen blühen und junge Lämmer :-)
Hel euer Jonas

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